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Keller richtig abdichten

Auf die Basis kommt es an! Ganz gleich, ob Neubau oder Altbau-Sanierung: Wurde der Keller nicht richtig abgedichtet, zieht auch nach Jahren noch mitunter gesundheitsschädliche Feuchtigkeit ins Mauerwerk. Doch was nun? Wie können Schäden behoben werden und der Keller im Nachgang richtig abgedichtet werden? Bieten Sie Schimmel und Feuchtigkeit keinen Raum und lesen Sie in unserem neuesten Blog, wie Sie Ihren Keller richtig abdichten.

 

So funktioniert Keller abdichten: Wie Sie sich vor Feuchtigkeit schützen

 Unsere Keller sind die Basis für alle weiteren Stockwerke – deshalb stellt die Kellerabdichtung einen ,,fundamentalen‘‘ Beitrag zum Gebäudeschutz dar. Eine Kellerabdichtung schützt die Grundmauern des Hauses und das Untergeschoss vor eindringender Feuchtigkeit. Mit Kellerabdichtungen aus Bitumen und anderen Dichtstoffen können Sie Ihren Keller abdichten und das Mauerwerk gegen Feuchtigkeit schützen. In diesem Blog erfahren Sie, welche Kellerabdichtungen es gibt und wie Sie vorgehen, um Schimmel und Feuchtigkeit keine Chance zu bieten!

 

Welche Kellerabdichtungen gibt es?

 Welches Abdichtungssystem Sie in Erwägung ziehen sollten, hängt von der Art der Feuchtebeanspruchung ab. In den meisten Fällen kommt die Feuchtigkeit von außen. Gegen Feuchtigkeit von außen kann eine durchgehende Vertikalabdichtung helfen. In manchen Fällen funktioniert es nicht, den Keller nachträglich von außen abzudichten und man muss auf eine Innenabdichtung zurückgreifen. Eine Innenabdichtung sollte laut Experten nur der letzte Ausweg sein. Falls eine Innenabdichtung notwendig ist, sollte diese sehr gründlich gemacht und Fachpersonal hinzugezogen werden.

 

Kellerabdichtung von außen

 Eine Kellerabdichtung sollte schon beim Neubau an der Außenseite der Kellerwände aufgetragen werden. In manchen Fällen kann eine spätere Sanierung erforderlich sein, darauf gehen wir allerdings später nochmal genauer ein. Ob die Abdichtung von außen oder innen erfolgen soll, hängt im Wesentlichen von der baulichen Situation und dem zur Verfügung stehenden Budget ab. Falls Sie den Keller von außen abdichten wollen, dann sollten Sie diese Schritte befolgen:

  • 1. Schritt: Richtig verputzen
    Falls überstehender Putz vorhanden ist, muss dieser entfernt werden, bevor man eine neue Beschichtung aufträgt. Die neue Beschichtung kann nämlich nur auf festsitzendem Untergrund haften. Sobald der alte Putz entfernt und neuer Putz aufgetragen wurde, beginnt die Trocknungsdauer von bis zu 48 Stunden. 

  • 2. Schritt: Abdichten mit Bitumen
    Sie können die Abdichtmasse Bitumen mit einer Kelle auftragen. Eine Schicht sollte zwischen 4 und 7 Millimeter haben und braucht ebenfalls bis zu 48 Stunden zum Trocknen.

  • 3. Schritt: Die richtige Dämmung
    Damit der Keller besser gedämmt ist und weniger Energiekosten entstehen, können Sie Styropordämmplatten und eine Noppensperrbahn verbauen. Bei diesem Schritt können Sie die Bitumenabdichtmasse als Kleber benützen. Die Noppensperrbahn sorgt dafür, dass Wasser schneller abfließt. 

  • 4. Schritt: Drainage anlegen
    Eine Drainage sorgt dafür, dass sich Regenwasser nicht an der Bodenplatte anstaut. Beim Verlegen sollte das Rohr 30-25 cm tiefer als die Fundamentoberfläche liegen. Wichtig: Die Drainage darf an der Oberfläche nicht zu sehen sein!

    Profi-Tipp: Zwischen den einzelnen Arbeitsschritten brauchen bestimmte Bauteile viel Zeit zum Trocknen. Deshalb raten wir Ihnen, das Abdichten bei trockenem Wetter durchzuführen. 

 

Kellerabdichtung von innen

Wie oben schon erwähnt, kann es auch notwendig sein, den Keller von innen abzudichten. Für eine Außenabdichtung ist baulich viel Platz notwendig. Ist dieser nicht gegeben, so kann man auf eine Innenabdichtung ausweichen. Machen sich im Keller feuchte Wände oder sogar Schimmel bemerkbar, so bedarf es einer schnellen Handlung. Bei der Innenabdichtung gibt es zwei Verfahren, die angewendet werden können: 

  • Horizontalsperren
  • Vertikalsperren

 

Bei der Horizontalsperre wird dem Wasser der Weg in das Mauerwerk versperrt. Dabei sind folgende Verfahren gängig:

  • Mauersägeverfahren
    Hier wird das Mauerwerk aufgesägt und in den Schnitt eine Kunststoffplatte eingesetzt. In die verbleibende Schnitthöhe werden Keilplatten aus Kunststoff eingeschlagen und die Zwischenräume mit Zementsuspension verpresst. 

  • Blecheinschlagverfahren
    Bei diesem Verfahren werden gewellte Chromstahlbleche mit einem fahrbaren Presslufthammer überlappend in eine Fuge des Kellermauerwerks getrieben.

  • Maueraustauschverfahren
    Beim Maueraustauschverfahren werden Mauersteine im unteren Bereich entfernt, eine Dichtungsbahn wird verlegt und die Öffnung wieder vermauert.


Die Horizontalsperre kann man auch in Kombination mit der Vertikalsperre einsetzen, um den Schutz der Kellerwände noch zuverlässiger zu machen. 

 

Die Vertikalsperre wird bei drückendem Wasser von außen angewendet. Hierbei stehen folgende Möglichkeiten zur Verfügung: 

  • Schleierinjektion
    Bei der Schleierinjektion werden Löcher in die Kellerwände gebohrt in diese wird abschließend Acrylatgel per Nierdruckinjektage eingebracht. 

  • Flächeninjektion
    Bei der Flächeninjektion durchdringen die Bohrlöcher die Wand nicht gänzlich. Deshalb verteilt sich bei dieser Methode das Gel innerhalb des Mauerwerks und bildet den Dichtungsschleier.

 

Es können auch Sanierputze verwendet werden, um das Durchdringen von Feuchtigkeit einzudämmen. Manchmal können Dichtungsschlämme oder die Bauteilvergelung sinnvoll sein. 

 

Fazit

Ein feuchter Keller bietet Nährboden für Schimmel, der sich über kleine Öffnungen im gesamten Haus ausweiten kann. Deshalb raten wir: Dichten Sie Ihren Keller sorgfältig ab! Überlegen Sie, welche der im Blog genannten Abdichtungsvarianten für Sie in Frage kommen und stellen Sie sicher, dass Sie einen Fachmann zu Rate ziehen, wenn Sie der Feuchtigkeit im Keller langfristig entgegnen möchten. 

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