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Wintergarten richtig abdichten: So sorgen Sie ganzjährig für Gemütlichkeit

Wintergärten sind technisch anspruchsvoll – selbst für erfahrene Fachbetriebe. Große Glasflächen, empfindliche Dachkonstruktionen und zahlreiche Anschlussstellen erschweren die Abdichtung. Besonders die Fugen und das Glasdach gelten als kritische Punkte: Dringt hier Feuchtigkeit ein, kann das nicht nur den Wohnkomfort beeinträchtigen, sondern auch zu Schäden an der Bausubstanz führen.

Eine fachgerechte Abdichtung des Wintergartens mit hochwertigen Materialien und die Verarbeitung nach dem aktuellen Stand der Technik sind daher unverzichtbar.

 

Diese Probleme verursacht eine durchlässige Wintergartendichtung

Bei Schwachstellen in der Abdichtung von Wintergärten, entstehen Probleme, die Komfort und Bausubstanz beeinträchtigen. Typische Folgen sind:

  • Undichte Fugen: Dringt Regen- oder Tauwasser ungehindert in Fugen ein, begünstigt das Schimmelbildung, Schäden am Mauerwerk und Korrosion an metallischen Bauteilen.

  • Materialermüdung: Verhärtete oder spröde Abdichtungen verlieren ihre Elastizität und lösen sich bei Temperaturschwankungen.

  • Kondenswasser: Wenn warme Raumluft auf kalte Glasflächen trifft, bildet sich Kondenswasser an den Innenseiten. Ohne zuverlässige Ableitung kann dies zu Feuchte- und Schimmelschäden führen.

  • Energieverlust: Undichte Fugen lassen im Winter Heizenergie entweichen und im Sommer Hitze eindringen. Das verursacht hohe Energiekosten und eine verstärkte CO2-Emission.

  • Ungesundes Raumklima: Zugluft im Winter oder Überhitzung im Sommer machen den Aufenthalt im Wintergarten unangenehm und mindern den Wohnkomfort.

Stellen Sie durch die Verwendung von hochwertigen Materialien sicher, dass Ihre Arbeit langfristig Bestand hat und keine teuren Folgekosten durch Reklamationen entstehen.

 

Geeignete Materialien für die professionelle Abdichtung von Wintergärten

Hochwertige Materialien sind bei der Wintergartenabdichtung besonders wichtig, da sie unterschiedlichste Belastungen – von UV-Strahlung bis Frost – zuverlässig ausgleichen müssen. Produkte mit hoher Elastizität, Haftkraft und Beständigkeit sorgen dafür, dass Anschlüsse dauerhaft dicht bleiben und der Aufwand für Nacharbeiten sinkt. Die folgenden Produkte haben sich bewährt:

  • Vorkomprimierte Dichtbänder
    Sie werden in komprimiertem Zustand eingebaut und dehnen sich anschließend kontrolliert aus. Dadurch schließen sie Fugen zuverlässig ab und gleichen kleine Unebenheiten aus. Besonders geeignet sind sie für den Anschluss zwischen Rahmenprofilen und Baukörper, beispielsweise an Mauerwerk oder Beton.

  • Schaumstoffbänder und Rundschnüre
    Rundschnüre dienen als Hinterfüllmaterial für Fugen. Sie ermöglichen eine gleichmäßige Fugentiefe und verhindern eine dreiseitige Haftung des Dichtstoffs – das verbessert die Bewegungsaufnahme und beugt Rissen vor. Schaumstoffbänder eignen sich ebenfalls als Hinterfüllmaterial oder für zusätzliche Abdichtungen in verdeckten Bereichen.

  • Elastische Dichtstoffe
    Für sichtbare Fugen – insbesondere an seitlichen Glasflächen und am Glasdach – sind elastische Dichtstoffe unverzichtbar. Sie gleichen Bewegungen zwischen Glas, Metall und Rahmenprofilen aus und sorgen für eine dauerhaft dichte und optisch saubere Lösung. Besonders geeignet sind neutrale Silikone, da sie UV-beständig sind und keine Korrosion verursachen. Auch moderne MS-Polymer- oder Hybrid-Dichtstoffe sind vielseitig einsetzbar und langlebig.

  • Butyl- und Bitumenbänder
    Diese Bänder kommen vor allem in verdeckten Anschlussbereichen zum Einsatz, zum Beispiel zwischen Aluminium- oder Kunststoffprofilen des Wintergartens und dem Baukörper. Sie sind stark klebend, dauerhaft dicht und sehr widerstandsfähig gegen Feuchtigkeit. Während Butylbänder elastischer und einfacher zu verarbeiten sind, bieten Bitumenbänder eine besonders robuste Lösung für Anschlüsse an Mauerwerk oder Beton. Für sichtbare Fugen sind beide Varianten jedoch nicht geeignet.

  • Primer und Kleber
    Primer und Kleber bereiten schwierige Untergründe wie poröse Materialien oder glatte Metallflächen vor. Sie verbessern die Haftung der Abdichtungsmaterialien und erhöhen damit die Lebensdauer der gesamten Konstruktion.

Damit eine Abdichtung langfristig hält, müssen alle Materialien sorgfältig verarbeitet werden. Werden Bänder ungenau angebracht oder der Untergrund nicht ausreichend vorbereitet, kann die Abdichtung schnell versagen.

Tipp: Witterungseinflüsse berücksichtigen
Je nach Ausrichtung des Wintergartens sind die Fugen unterschiedlich stark belastet. Süd- und Westseiten sind intensiver UV-Strahlung ausgesetzt, während Nordseiten länger feucht bleiben. Wählen Sie Materialien, die den jeweiligen Belastungen standhalten, und weisen Sie Kunden darauf hin.

 

Mit fachgerechter Ausführung und gutem Kundenservice vermeiden Sie Reklamationen

Damit eine Abdichtung dauerhaft funktioniert, genügt es nicht, nur hochwertige Materialien einzusetzen. Ebenso wichtig ist die Verarbeitung nach dem aktuellen Stand der Technik. Dazu zählen die anerkannten Regeln und Normen im Fenster- und Fassadenbau, wie etwa die RAL-Montagerichtlinien und einschlägige DIN-Normen. Für tragende Aluminium- und Stahlkonstruktionen sind beispielsweise die Vorgaben der DIN EN 1090 maßgeblich.

Damit Ihre Kunden langfristig Freude an ihrem Wintergarten haben, sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • Entwässerung sicherstellen: Öffnungen, Tropfkanten und Gefälle nach außen müssen frei bleiben, damit Wasser zuverlässig abgeführt wird.

  • Fugengestaltung beachten: Rundschnüre verhindern die dreiseitige Haftung, das Verhältnis Breite:Tiefe sollte ca. 2:1 betragen. Der Dichtstoff muss die zu erwartenden Bewegungen aufnehmen können.

  • Materialverträglichkeit prüfen: Für Glas und Metall nur neutralvernetzende Silikone oder MS-Polymere verwenden. Acryl ist außen nicht geeignet. Setzen Sie bei Kunststoffen wie PMMA oder Polycarbonat nur ausdrücklich freigegebene Materialien ein.

  • Untergrund vorbereiten: Flächen müssen sauber, trocken und fettfrei sein. Bei schwierigen Untergründen sollten Sie eine Haftprobe durchführen. Primer nur in Kombination mit den dafür vorgesehenen Materialien einsetzen.

  • Regelmäßig kontrollieren: Planen Sie eine Sichtprüfung mindestens einmal pro Jahr ein, beim Glasdach mit den besonders ausgesetzten Dachfugen besser halbjährlich. Nach Unwettern sollten Sie zusätzlich prüfen.

Neben der fachgerechten Ausführung spielt auch die Beratung Ihrer Kunden eine wichtige Rolle. Weisen Sie darauf hin, dass regelmäßige Sichtprüfungen und Wartungen – insbesondere an den Dachfugen – die Lebensdauer des Wintergartens deutlich verlängern. So können Sie als Fachbetrieb nicht nur Reklamationen vermeiden, sondern punkten auch mit einem Service, der Vertrauen schafft und Ihre Kompetenz unterstreicht.

 

Fazit: Mit der richtigen Wintergartenabdichtung sichern Sie Qualität und Kundenzufriedenheit

Eine fachgerechte Abdichtung ist die Grundlage dafür, dass ein Wintergarten dauerhaft Freude bereitet – für Ihre Kunden ebenso wie für Sie als Fachbetrieb. Sie schützt zuverlässig vor Feuchtigkeit, Energieverlusten und Bauschäden und sorgt dafür, dass der Raum ganzjährig behaglich genutzt werden kann.

Mit den passenden Materialien, der richtigen Fugengestaltung und einer Verarbeitung nach aktuellem Stand der Technik sichern Sie die Qualität Ihrer Arbeit und die Zufriedenheit Ihrer Kunden. Wenn Sie zusätzlich regelmäßige Kontrollen empfehlen, vermeiden Sie Reklamationen und stärken die Kundenbindung.

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