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Welche Bitumenbänder und Butylbänder gibt es?

Bei der Vielzahl der unterschiedlichen Bitumen- und Butylbänder kann man leicht den Überblick verlieren. Abhängig von ihrer Beschaffenheit, kommen sie in den unterschiedlichsten Bereichen zum Einsatz. In diesem Artikel wollen wir Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Abdichtbänder und ihre Eigenschaften verschaffen und aufklären, in welchen Bereichen sie zum Einsatz kommen.

Antidröhnband

Beim Antidröhnband handelt es sich um einen einseitig selbstklebenden Bitumenstreifen mit einer sehr hohen Festigkeit. Wie der Name schon sagt, wird es zum Entdröhnen bzw. zur Schalldämmung an Fensterbänken, Fassaden, Verkleidungen oder Trennwänden eingesetzt. Das Band gibt es in unterschiedlichen Breiten und lässt sich mit einem Messer problemlos auf die gewünschte Länge anpassen.

Wegen der hohen Widerstandsfähigkeit gegen äußere Einflüsse und der schalldämpfenden Materialeigenschaften wird das Antidröhnband besonders häufig zur Schallisolierung an Fensterbänken eingesetzt: Fensterbänke aus Aluminium erzeugen bei Regen häufig ein Trommelgeräusch, welches als störend empfunden wird. Durch das Aufkleben eines Antidröhnstreifens an der Unterseite der Fensterbank wird dieses eingedämmt. Durch die selbstklebende Eigenschaft ist das Band einfach, schnell und ohne weitere Arbeitsmittel anzubringen.

Bitumenband kaschiert mit Aluminiumfolie

Das Alu-Bitumenband ist ein weiches und sehr elastisches Klebe- und Dichtungsband, das mit einer Aluminium-Polyester-Folie unlösbar verbunden ist. Der Verbund mit der Aluminiumfolie sorgt für eine hohe Reißfestigkeit. Außerdem zeichnet sich das Band durch eine gute Klebekraft, UV-Beständigkeit und Oxidationsfestigkeit aus. Das alukaschierte Abdichtband ist in Abmessungen von 50 mm - 300 mm erhältlich. Es kann zum Abdichten und Kleben auf Metallen, Kunststoffen, Beton, Ziegeln oder Holz eingesetzt werden. Bei rauen und porösen Oberflächen empfiehlt sich für einen besseren Halt ein Voranstrich mit Primer. Durch seine Materialeigenschaften lässt sich das Reparaturband gut zur Abdichtung oder zum Reparieren kleinerer Schäden im Außenbereich, wie z. B. an Regenrinnen, Kehlblechen, Rohren, Türen, Fassaden, Antennen oder Dachständern, einsetzen.

Butylband kaschiert mit Vlies

Es gibt verschiedene Butylbänder, die mit Vlies verbunden sind, aber über unterschiedliche Materialeigenschaften verfügen. Technoplast führt z. B. ein schwarzes und ein graues Band, die sich in der Herstellungsweise sowie in den Anwendungsbereichen unterscheiden.

Das schwarze vlieskaschierte Butylband ist durch das PSTR-Vlies sehr geschmeidig und dehnfähig. Es zeichnet sich besonders durch seine hohe Hitzebeständigkeit (kurzzeitig bis zu +160 °C) und die Fähigkeit des Kaltverschweißens aus. Zusätzlich ist es salzwasserfest. Das Band kann nach dem Verkleben überputzt oder überstrichen werden, da Mörtel und Putz sehr gut auf der Vliesbeschichtung haften. Das Butylband ist somit z. B. hervorragend für die Fugenüberbrückung in Nasszellen geeignet. 

Das hellgraue Butylband ist mit einer einseitigen synthetischen Vliesauflage behaftet, die ein Überdehnen oder Durchstoßen des Bands stark einschränkt. Durch seine UV- und Witterungsbeständigkeit ist das Band gut im Außenbereich, z. B. zum Überkleben bei Rissen und Anschlüssen im Dach- und Wandbereich oder bei Überlappungen von Blechstößen, einsetzbar. Mit seiner Langlebigkeit findet das vliesbeschichtete Butylband ebenfalls bei Glaskonstruktionen oder bei Abdichtungen im Lüftungs- und Klimabau seine Anwendung.  Die Beschichtung sorgt dafür, dass das Band problemlos überstreich- und überputzbar ist.

Zusätzlich gibt es noch ein Butyldichtband mit Vliesbeschichtung, das über eine mittig überlappende Abdeckfolie aus Silikonpapier verfügt, die das Verkleben vereinfacht. Dieses Band besitzt eine sehr hohe Klebekraft, ist sehr geschmeidig und dehnfähig. Da das Abdichtband zusätzlich kaltverschweißend ist, lässt sich dieses einfach und problemlos verarbeiten sowie überputzen, überstreichen und überkleben.

Gewebe-Butyldichtband

Durch die Verbindung einer PE-Folie und eines Gewebeverbunds mit einem Butylkautschuk-Dichtkleber wird bei dem Gewebe-Butyldichtband eine hohe Reißfestigkeit und eine dauerhafte Wasserbeständigkeit erreicht. Durch die hohe Oberflächenklebrigkeit, die hohe Klebkraft und die kaltverschweißende Eigenschaft eignet sich das Abdichtband besonders zum dauerhaften Abdichten von flexiblen und starren Rohrleitungen und Frischluftkanälen oder zum Abdichten von UV-geschützten Fugen im Metall- und Glasbau. Das Butyldichtband besitzt eine Temperaturbeständigkeitsspanne von -30 °C bis +80 °C und ist somit an vielen Stellen einsetzbar. Es ist in Abmessungen von 30 mm – 100 mm erhältlich.

Anwendungsbeispiel Butylband.

Butylband mit Alukaschierung

Dieses Butylband wurde mit einer sehr stabilen und reißfesten Aluminiumfolie unlösbar verbunden und ist dampfdiffusionsdicht und volumenbeständig. Es ist unter anderem optimal für den Einsatz im Außenbereich geeignet, da es nicht nur UV- und witterungsbeständig ist, sondern auch über eine hohe Temperaturbeständigkeit von -40 °C bis +100 °C verfügt. Zusätzlich ist es alterungsbeständig und durch seine hervorragende Haftung für fast alle Untergründe (Beton, Glas, Aluminium, Kunststoffe, Lacke usw.) geeignet. Überwiegend findet das alukaschierte Butylband beim Abdichten und Überkleben von Konstruktions- und Anschlussfugen im Industrie- und Baubereich, z. B. im Glas-, Metall- oder Fahrzeugbau, Anwendung.

 

Zweiseitig selbstklebendes Butylband

Wie bei den Butylbändern mit Vlies gibt es auch bei den zweiseitig selbstklebenden Butylbändern verschiedene Abdichtbänder mit unterschiedlichen Eigenschaften.

Z. B. ist das zweiseitig selbstklebende Butylband Tecoband 140 von Technoplast durch seine ausgezeichneten Klebe- und Dichteigenschaften, der Volumenbeständigkeit sowie seiner geräuschdämmenden Wirkung ein vielseitig einsetzbares Band. Zusätzlich verfügt es über eine sehr hohe Temperaturbeständigkeitsspanne von -40 °C bis +100 °C. Durch seine Vielseitigkeit kann das Abdichtband in vielen Bereichen eingesetzt werden, wie z. B. für Überlappungsklebungen im Metall-, Glas- und Fertigteilbau oder zum Abdichten im Dach-, Wand-, Fassaden- und Bauelementebau sowie für Dichtungen und Verklebungen im Klima-, Anlagen- und Maschinenbau.

Beim Tecoband 141 ist der Träger ein Polyäthylennetz, das beidseitig mit einem hochvernetzten, heißkalandrierten Butylkautschuk beschichtet ist. Es verfügt über eine hohe Klebekraft und ist von -30 °C bis +60 °C, kurzzeitig auch bis +160 °C, temperatur- und witterungsbeständig. Dieses Butylband kann zur Verhinderung von Kältebrücken und Feuchtigkeitswanderungen eingesetzt werden oder zum dauerhaften Abdichten von Fugen und Stößen z. B. im Metall-, Klima- und Fahrzeugbau sowieso zum Verkleben und Verschweißen von Dachfolien.

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