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Verwendung von Bitumen und Butyl als Abdichtband

Unter den Abdichtungsbändern gibt es verschiedene Sorten, z.B. die Bitumen-und Butylbänder. Jedes Band hat dabei seine eigenen Eigenschaften, die durch die Herstellungsweise des Bandes und dessen Verbindung mit anderen Materialien entstehen. Dadurch lassen sie sich für die unterschiedlichsten Gebiete einsetzen. Welche Stärken Bitumen und Butyl haben und wie und wo sie verwendet werden, lesen Sie im folgenden Artikel.
 

Was ist Bitumen?

Als Bitumen bezeichnet man das bei der schonenden Aufbereitung von Erdöl gewonnene dunkelfarbige, klebrige Kohlenwasserstoffgemisch. Außer in Erdöl ist Bitumen auch in Naturasphalt vorhanden, der sich zu je einem Drittel aus Wasser, Bitumen und Mineralstoffen zusammensetzt. Wegen der isolierenden Eigenschaft wird Bitumen überwiegend zur Abdichtung im Baugewerbe und als Bindemittel in Straßenbelägen eingesetzt. Bitumen gilt als nicht gesundheitsschädlich.

Was ist Butyl?

Butyl oder viel mehr Butylkautschuk ist ein Polymer, welches eine sehr geringe Gasdurchlässigkeit besitzt und sehr beständig gegen Sauerstoff ist. Außer zur Abdichtung findet dieses Material auch Einsatz bei Kabelisolierungen, Luftschläuchen oder sogar in Kaugummi.
 

Welche Bitumenbänder/Butylbänder gibt es?

Bitumen und Butyl werden überwiegend zum Abdichten eingesetzt. Neben den Bändern gibt es noch andere Verarbeitungsformen, wie Abdichtungsbahnen, Heißkleber, Folien, Lack und Anstrich. In der folgenden Aufzählung erhalten Sie einen Einblick über die verschiedenen Bänder und ein Beispiel für ihre Nutzung.

Bitumenband gibt es in folgenden Formen:

  • Antidröhnband: z. B. zur Schalldämmung bei Fensterbänken
  • Bitumenband mit Aluminiumfolie: z.B. zum Abdichten von verschiedenen Materialien


Butylband gibt es in folgenden Formen:

  • Butylband mit Vlies: z. B. für den Einsatz in Nasszellen
  • Butylband mit Gewebe: z. B. zum dauerhaften Abdichten von Rohrleitungen
  • Butylband mit Aluminium: z. B. zum Abdichten von Konstruktionsfugen
  • Butylband mit überlappender Abdeckfolie: z. B. zum Abdichten von Rissen im gesamten Baubereich
  • Zweiseitig selbstklebend: z. B. zum dauerhaften Abdichten von Fugen, für Überlappungsklebungen im Fertigteilbau
     

Eigenschaften von Bitumen- und Butylband

Bitumen- und Butylbänder besitzen eine Vielzahl von Eigenschaften. Häufige und wichtige Merkmale sind z.B. Wasserdichte, Hitzebeständigkeit, Klebekraft, Elastizität und Wetterbeständigkeit. Hierbei handelt es sich allerdings nur um eine kleine Auswahl.

Durch die Art der Herstellung und unterschiedliche Verbindungen mit anderen Materialien sind diese beeinflussbar. Durch die Verbindung mit Aluminiumfolie wird beispielsweise eine hohe Reißfestigkeit erreicht, durch die Verbindung mit Vlies hingegen mehr Geschmeidigkeit und eine höhere Dehnfähigkeit. So können die typischen Fähigkeiten wie gute Klebekraft und Elastizität verstärkt oder individuelle Fähigkeiten, wie Geräuschdämmung oder UV-Beständigkeit, hinzugefügt werden. Dies ermöglicht ein weitreichendes und abwechslungsreiches Einsatzgebiet. Bei der Wahl des richtigen Abdichtungsbands spielt aber auch das jeweilige zu beklebende Material und die Weiterverarbeitung eine Rolle.

Wie wird Bitumen- und Butylband angebracht?

Bitumen- und Butylbänder sind selbstklebende Dichtbänder, was sie zu einer einfachen und guten Alternative zur Abdichtung auf verschiedenen Gebieten macht. Bevor ein Band auf einen Untergrund aufgebracht wird, sollte dieser frei von Verunreinigungen sein und darauf geachtet werden, ob ein Haftgrund nötig ist. Beim Anbringen des Bandes sollte man darauf achten, dass z. B. keine Luftblasen zurückbleiben. Für einen professionellen Einsatz sollte beim Aufkleben exakt gearbeitet werden.
 

Auf welchen Materialien haftet Butyl- und Bitumenband?

Abdichtbänder lassen sich in Verbindung mit fast jedem anderen Material einsetzen. Ganz egal ob Metalle, Holz, Putz, Stein, Glas oder sonstige Materialien. Durch ihre meist hohe Klebekraft haften sie praktisch überall. Man muss lediglich die richtige Auswahl treffen und darauf achten, inwieweit ein Vorbehandeln des Untergrunds nötig ist. Einige Bänder können z. B. auch problemlos überputzt oder überstrichen werden. Um tatsächlich dicht und haltbar zu sein, sollten die Bänder allerdings möglichst professionell angebracht werden. 
 

In welchen Bereichen kommt Butyl- und Bitumenband in Einsatz?

Die Bitumen- und Butylbänder können in sehr vielen Bereichen zum Einsatz kommen, bei denen eine Abdichtung nötig ist. Besonders häufig findet es im Bauwesen Anwendung. Im Außenbereich können die Bänder z. B. zum Abdichten von Fassaden, Mauern, Dächern und Dachrinnen sowie Vordächern genutzt werden. Im Innenbereich werden die Bänder auch häufig als Reparaturband eingesetzt, z. B. zum Abdichten von Fenstern, Türen, Rohren, Kellern und Garagen sowie verschiedenen Bereichen im Badezimmer. Durch diese vielseitigen Möglichkeiten werden die Bitumen- und Butylbänder auf dem Bau unter anderem von Dachdeckern, Fensterbauern, Maurern und Fliesenlegern verklebt.

Es gibt aber auch viele unterschiedliche Bereiche in der Industrie, dem Metallbau sowie im Straßenbau, bei denen die Bänder regelmäßig genutzt werden.

Eine weitere Branche, in der die Bitumen- und Butylbänder gerne eingesetzt werden, ist die Automobilbranche. Hier werden sie unter anderem an Kennzeichen, bei der Autorestauration oder der Reparatur undichter Stellen in Wohnwägen und Wohnmobilen angewendet.
 

Fazit

Bitumen- und Butylbänder sind vielseitige Abdichtbänder, deren Eigenschaften bei der Herstellung beeinflusst werden können. Somit sind die Einsatzgebiete fast grenzenlos. Für jedes Anliegen gibt es ein passendes Band, das anhand seiner Merkmale, wie Elastizität oder Geräuschdämmung und der Beschaffenheit des Untergrunds ausgewählt wird. Bitumen und Butyl wird überwiegend im Bauwesen eingesetzt, aber auch im Industriebereich, im Metallbau oder der Automobilbranche findet es Anwendung. Bei der Verarbeitung sollte auf einen sauberen Untergrund und eine exakte Verklebung geachtet werden, um eine optimale Abdichtung zu erhalten.

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